Küken Aufzucht

Eine Glucke sucht mit ihren Kücken in der Erde nach Fressen.

Entscheidest du dich Küken aufziehen zu wollen, gibt es zwei Wege. Die Natur- oder Kunstbrut, über beide Arten erfährst du hier etwas.

 

Naturbrut

 

Der erste Weg ist die natürliche Küken Aufzucht. Hast du schon (länger) Hühner, dann würde ich dir diesen Weg empfehlen. Denn vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass Hühner zweitweise für mehrere Wochen im Nistkasten sitzen und brüten. Dabei machen sie auffällige Laute, insbesondere dann wenn man sich ihnen nähert. Tritt dieser Fall wieder ein, dann kannst du deinen Hennen befruchtete Eier zum Brüten geben, wenn du keinen Hahn hast. Diese bekommt man ganz einfach im Internet oder je nachdem welche Rasse du haben möchtest auch beim Bauern.

Wenn deine Henne befruchtete Eier zum Brüten hat, heißt es erstmal warten.

Willst du schon davor wissen, ob und welche Eier befruchtet sind, kann man nach dem siebten Tag der Brut die Eier schieren. Das heißt man leuchtet die Eier mit einer sehr hellen Taschenlampe an und kann dann eventuell schon kleine Blutgefäße sehen und somit feststellen, ob die Eier überhaupt befruchtet sind. Damit kann man die Entwicklung der Küken etwas mit beobachten, Richtung Ende der Brut, so ab dem fünfzehnten Tag sollte man das Schieren aber lassen, um die Küken nicht zu stören. Wer will kann sich dafür auch eine extra Lampe kaufen, eine sogenannte Schierlampe.

Du kannst eigentlich nicht viel machen in dieser Zeit, kontrolliere nur ab und zu, ob die anderen Hühner deiner Glucke (so nennt man eine Henne, die brütet) in Ruhe brüten lassen. Merkst du, dass das nicht der Fall ist, ist es wichtig, den Bereich abzutrennen oder die Glucke in einen extra Stall zu setzten. Das ist gerade auch dann empfehlenswert, wenn du mitbekommst, dass die ersten Küken schlüpfen, was nach ca. 21 Tagen passieren wird.

Dass die Henne einmal am Tag aufsteht, ist ganz normal und auch wichtig, damit frische Luft an die Eier kommt. Ist es dann so weit und die ersten Küken schlüpfen, dann nehmen sie gleich Kontakt zu ihrer Mutter auf, denn ihre Stimme kennen sie bereits aus dem Ei. Wenn alle Küken geschlüpft, getrocknet und erholt sind, gehen sie mit ihrer Mutter auf Erkundungstour. Dabei kommunizieren sie sehr viel und die Henne lockt ihre Küken mit glucksenden Lauten, wenn sie zum Beispiel etwas zu fressen gefunden hat. Auch nach dem Schlüpfen musst du nichts machen außer Wasser und Futter zur Verfügung zu stellen, denn die Glucke übernimmt die Aufzucht der Küken und du kannst sie einfach nur dabei beobachten

 

Kunstbrut

 

Hast du keine Glucken, willst deine Küken selber aufziehen, ganz viele Küken ausbrüten oder im Winter Küken haben, dann kannst du Eier mit Hilfe eines Brutapparaten ausbrüten.

Dieser Automat übernimmt dann die Aufgaben einer Glucke und schafft gute Brutbedingungen, wie die richtige Temperatur und die passende Luftfeuchtigkeit. Es gibt unterschiedliche Arten von Brutautomaten, je nachdem wie viele Küken man ausbrüten will.

 

Flächenbrüter

  • sind für geringe Anzahl von Eiern geeignet
  • Erwärmung durch Heizschlaufe und Umluft durch Ventilation-> Temperaturregelung erfolgt durch ein Thermostat
  • Tägliches Öffnen für Luftaustausch, gerade während dem Schlüpfen sehr wichtig
  • Eier täglich wenden
  • Luftfeuchtigkeit durch wassergefüllte Gefäße am Boden

Motor- oder Schrankbrüter

  • Für größere Anzahl von Eier geeignet ca. 50 Eier
  • Wärme durch Ventilation und Luftfeuchtigkeit durch wassergefüllte Gefäße am Boden -> Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden automatisch gesteuert
  • Diese Art von Brutautomat haben häufig einen extra Schlupfraum, der den Küken die optimalen Bedingungen zum Schlüpfen bietet, durch z.B. mehr Luftzufuhr

Bei den Arten von Brutapparaten gilt aber immer vor Gebrauch genau die Bedienungsanleitung zu lesen, da sich das genaue Verfahren von Apparat zu Apparat unterscheiden kann. Der Standort sollte am besten in einem gut belüfteten Kellerraum sein und idealerweise läuft der Brutautomat auch schon zwei Tage, bevor man die Eier hineinlegt, den so können sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit schon gut einstellen.

Zwei Tage nach dem Schlupf kannst du die Küken dann aus dem Brutautomaten holen und sie in einen ausreichend großen Vogelkäfig setzen. Über diesem sollte sich eine Wärmelampe befinden oder eine Wärmeplatte unter dem Käfig.

Wenn du egal ob bei der Natur- oder Kunstbrut bemerkst, dass ein Küken es nicht alleine aus dem Ei schafft, dann bleibt es dir überlassen ob du ihm aus dem Ei hilfst.

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